WEINBESCHREIBUNG:
Schon im Glas zieht dieser Wein alle Blicke auf sich und präsentiert sich in einem wunderschönen, strahlenden Goldgelb, das pure Eleganz und Exklusivität verspricht. Es entfaltet sich ein vielschichtiges und verlockendes Bouquet in der Nase. Das Aroma von vollreifem Pfirsich und saftiger Honigmelone verschmilzt harmonisch mit den edlen Düften von gerösteten Nüssen und fein eingebundenen, leichten Vanilleröstnoten. Ein Dufterlebnis, das zum Träumen einlädt.
Am Gaumen angekommen, begeistert der Wein mit einer wahren exotischen Geschmacksexplosion. Nuancen von Papaya, Litschi, Banane und nochmals Pfirsich treffen auf die tiefgründige Frucht von gekochtem Quittenkompott und vollreifem, gelbem Steinobst. Untermalt wird dieses Fruchtspektakel von feinen, cremigen Tönen von Oberskaramell. Das Mundgefühl ist außergewöhnlich angenehm: Die gut versteckte Säure stützt die Opulenz des Weines optimal, während eine seidige, zartcremige Gaumenfreude die Sinne verwöhnt. Das Finale ist von einem beeindruckend langanhaltenden Abgang geprägt, der mit einer feinen Note von Williams-Christ-Birne und einem angenehmen, mineralischen Schmelz elegant Ausklang findet.
Ob als großer Wein zu feinen Speisen oder als perfekter Sologenuss für echte Weinliebhaber – dieser Grauburgunder besticht durch seine breite Mundfülle und zeigt sich edel-cremig für ganz besondere Genussmomente. Weit entfernt von einem Durchschnittswein aus dem Supermarkt. Ein wahres Meisterwerk der Eleganz und Exotik – opulent, hervorragend und unverwechselbar!
SPEISENEMPFEHLUNG:
HERZHAFTES: Wildgeflügel, Martiniganzl, Tafelspitz, Saltimbocca und andere Kalbfleischgerichte, Speck, Burrata mit grünem Spargel und einem feinem Olivenöl, Hart- und Schnittkäsen, Blauschimmelkäse.
SÜßES: Halbsüße Desserts wie Panna Cotta oder Schwarzwälder Kirschtorte. Frische Himbeeren oder Erdbeeren.
SOLO: Ein hervorragender Genuss vor dem Kamin, anschließend zu einem guten Dinner oder auf der Terrasse an einem lauen Sommerabend nach dem Grillen.
SERVIEREMPFEHLUNG:
Bei 10-12° C im breiten Burgunderglas
DIE REBSORTE:
Die Sorte Grauburgunder, auch „Grauer Burgunder“, wurde zwischen 1140 und 1300 von Zisterziensermönchen aus Burgund in die Thermenregion in Österreich gebracht. Beim Bau des Freiguts Thallern direkt außerhalb von Gumpoldskirchen erkannten sie, dass dieses Terroir einzigartig für den Weinbau ist und mit dem Terroir ihres Heimatorts Burgund vergleichbar ist.
Ein alter, nicht mehr gebräuchlicher Name des Grauburgunders ist „Grauer Mönch”, eine Ableitung von den grauen Ordenstrachten der Zisterziensermönche.
"Ruländer" ist ein weiterer Name des Grauburgunders, der noch heute verwendet wird. Er leitet sich von dem Kaufmann Johann Seger Ruland aus Speyer in der Pfalz ab. Dieser entdeckte im Jahr 1711 diese damals in Deutschland „neue” Rebsorte in einem aufgelassenen Weingarten. Es wurde damals Süßweine aus dem Ruländer gemacht, deshalb ist dieser Name meistens mit Süßweinen verbunden. Heute werden auch in Deutschland trockene Weine aus dem Grauburgunder, unter dem Namen "Grauburgunder", gemacht. Jedoch wird in Deutschland und auch in Österreich trockene Weine fallweise "Ruländer" bezeichnet.
Der Grauburgunder ist keine Kreuzung aus zwei Rebsorten, sondern eine natürliche Mutation der roten Rebsorte Pinot Noir (Blauburgunder). Er hat somit nur eine Elterntraube und ist damit ein wirklich waschechter Burgunder. Durch diese edle rote Elternsorte verfügt der weiße Grauburgunder über ein breites Aromaspektrum, das von rotbeerigen bis zu erdigen Noten reicht. Den Weinliebhabern gefallen besonders die deutlichen Mandel- und Nussnoten, die ihn von den meisten anderen Weinen unterscheiden.
Nur durch Zeit, Geduld und Liebe kann das volle und echte Aroma des Grauburgunders im Glas gesichert werden: Zeit und Geduld im Weingarten, um die optimale Hochreife zu erreichen. Zudem Zeit, Geduld und Liebe im Weinkeller, da nur durch lange Reife und präzises Keltern einen richtig guten Wein entstehen kann. Dies ist jedoch schlecht mit dem hochkompetitiven Markt und dem Druck von Großabnehmern vereinbar, bei dem Schnelligkeit, Kostenersparnisse und der Durchschnittsgeschmack der großen Masse der Konsumenten im Fokus stehen. Daher sind Grauburgunderreben großflächig von den österreichischen Weingärten gerodet worden und mit anderen Sorten, die diese Erfordernisse besser entsprechen ersetzt. Mit nur 0,6% von der gesamten Weinanbaufläche ist in Österreich mittlerweile diese Sorte eine Rarität geworden. Eine rühmliche Ausnahme ist Steiermark, wo sie auf um die 50% der Anbaufläche gedeiht.
In Norditalien, als die Leitsorte großen Weingebieten Venetos, Friauls und Südtirols, bekannt in diesen Gegenden als der Pinot Grigio, und in großen Teilen Frankreichs unter dem Namen Pinot Gris, wurde und wird weiterhin der Grauburgunder so behandelt, wie er es verdient. Diese Weine sind weltweit bekannt und werden sehr erfolgreich exportiert. Leider hat man in Österreich durch die große und schnelle Massenproduktion die Spitzenqualität aus den Augen verloren und damit eine Chance auf dem Weltmarkt verpasst.
TROTZDEM: Wie bei diesem GRAUBURGUNDER VIRTUOS vom Weingut Wölflinger aus Perchtoldsdorf, dem GRAUBURGUNDER TURMALIN vom Signum Blanc aus der Südsteiermark und dem PLATINUM GRAUER BURGUNDER von FM-Mayer aus Wien gibt es einige tolle Ausnahmen von der großen Masse!