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Rentierbällchen in Wildsoße

Früher bekannt als Joika ist dieses Fertiggericht mit dem neuen Namen VILTi eine sehr bekannte norwegische Spezialität aus Fleischbällchen mit Rentierfleisch in einer Wildsauce. Joika oder VILTi ist das meistgekaufte hermetische Abendessenprodukt Norwegens. Einfach zuzubereiten: In einen Topf geben, auf niedriger bis mittlerer Wärme aufwärmen, 8-10 Minuten leicht kochen lassen, ab und zu umrühren – fertig. Schmeckt köstlich und ist auch bei Kindern sehr beliebt!

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Vorrätig

ArtNr.: 14204
Versandgewicht: .58kg

Vorrätig

Größe

500 g

Marke

Nortura

Ursprungsland

Norwegen

Allergene

Gluten, Laktose, Sellerie

 

Serviervorschlag:
1)  Ganz klassisch mit gekochten Kartoffeln (oder Kartoffelpüree), Kohlsprossen (oder Gemüse nach Wunsch wie beispielsweise Brokkoli oder Erbsen) und Preiselbeermarmelade.
2)  In den Topf mit VILTi 1 dl Schlagobers, 5–6 Scheiben Braunkäse, 1 TL Sojasauce, einige Scheiben Champignons und 150 g gefrorene Erbsen hinzufügen. Auf niedrige bis mittlere Wärme leicht kochen lassen, bis alles durchgewärmt ist. Mit Salzkartoffeln und Brokkoli servieren.
3)  Lauch, Zwiebeln, Kartoffeln und Kohlrabi anbraten. Anschließend unter die VILTien-Soße mit Fleischbällchen mischen. Mit Preiselbeeren und Brokkoli servieren.

Generell kann die Soße nach Geschmack mit Crème fraîche, Sauerrahm, Milch oder Schlagobers gestreckt werden. Ein paar Scheiben Braunkäse (Brunost oder Geitost) heben den delikaten Wildgeschmack hervor.

Im nordischen Raum wird Rentierfleisch gerne mit einem lokalen Aquavit und einem guten hochnordischen Bier dazu genossen!

 

Zutaten:
Wasser, Weizenmehl (enthält Gluten), Rapsöl, Sahne, Braunkäse (Ziegenmolke, Ziegenrahm, Ziegenmilch), Molke, Salz, Glukosesirup, Aroma, Rindfleischextrakt, Sellerie, gebrannter Zucker, modifizierte Stärke (Mais) E1422, Rind-, Rentier- und Schaffleisch, Rinderherz- und -Kopffleisch, Kartoffelstärke, Schwarte, Fleischfett, Schweinebluteiweiß, Salz, Ballaststoffe (Weizen, Zitrusfrüchte), Gewürze.

Nährwerte pro 100g:
Energie 500kJ/120 kcal
F 7,4g davon 2,5g gesättigt
KH 7g davon Zuckerarten 1,7g
EW 6,1g
S 1,6g

 

Ein bisschen Geschichte über VILTi:
Dieses Produkt mit Fleischbällchen in einer Soße wurde im Jahr 1960 in der norwegischen Stadt Trondheim erfunden. Es erhielt den Namen „Joika”, der vom Wort „Joiki” abgeleitet ist. Letzteres bezeichnet den heiligen Gesang der samischen Bevölkerung. Damit war das Profil des Produkts sehr klar, denn die Sami-Bevölkerung ist mit ihrer jahrhundertelangen Hauptbeschäftigung, der Rentierhaltung, im ganzen nordischen Raum eng verbunden. Die Marke Joika wurde sehr bekannt und das Produkt das meistgekaufte hermetische Abendessenprodukt Norwegens.

Im Jahr 2021 wurde es in „VILTi“ umbenannt, um den Ureinwohnern in Nordnorwegen (den Sami) Respekt zu zollen. Etwas später wurde nicht nur der Name, sondern auch das gesamte Design der Verpackung geändert, da das Logo mit einem lächelnden Sami-Knaben auf der Vorderseite als diskriminierend empfunden wurde. Der Sami-Knabe wurde komplett entfernt. Diese Umgestaltung erfolgte nach einer großen Debatte, die auf Initiative einiger Vertreter der samischen Bevölkerung ins Leben gerufen wurde.
Die ganze Sache entstand im April 2020, wenn eine norwegische Recycling-App (Online-Kauf und -Verkauf gebrauchter Kleidung) ein Gewinnspiel startete, bei dem Teilnehmer Kleidung im Joika-Stil gewinnen konnten. Die Kleidungsstücke trugen das ikonische Joika-Logo. Dieses Logo ist typisch für die bekannte Marke, die seit den 60er-Jahren in norwegischen Geschäften zu finden ist.

Die Sami-Vertreter kritisierten den alten Namen sowie die Logo-Karikatur als kulturell unsensibel und wollten, dass dieses Produkt vom Markt spurlos verschwindet. Es ging darum, die Kultur der Samen und das Recht dieser Minderheit auf Selbstbestimmung zu respektieren sowie die Art und Weise, wie sie dargestellt werden. Es wurde die Ansicht vertreten, dass das Joika-Design ein stereotypisches Bild der Samen zeichnet und sie zu Karikaturen und mythischen Figuren reduziert. Von der Minderheit wurde viel Druck an den Hersteller ausgeübt, der zu einem bestimmten Zeitpunkt mitteilte, dass er ohnehin vor dieser Debatte geplant hatte, das „wenig zeitgemäße“ Design und den Markennamen zu prüfen und bei Bedarf zu ändern. In der 60-jährigen Geschichte des Produkts und der Marke hat der Hersteller bis dann nie negative Kritiken erfahren. Plötzlich war es aber ein großes Problem, nur weil eine App ein Gewinnspiel mit Joika-Kleidung als Preis organisierte.

Der „durchschnittliche Norweger“ sah die Debatte sehr gelassen und erkannte im alten Design grundsätzlich keine Diskriminierung der Ureinwohner und, dass die ganze Debatte eine unnötige Symbolangelegenheit und "viel Lärm um nichts" war. Die durchschnittliche Meinung war, dass der Name „Joika” gut zum Produkt passt, er war im gesamten Markt gut etabliert und sehr bekannt. Zudem war man allgemein der Meinung, dass der karikierte Sami-Junge im Logo ein frisches und lebendiges Design mit klarem Profil verkörperte. Das neue Design ist dagegen eher langweilig.
Auch einzelne Stimmen in der Sami-Bevölkerung meldeten sich, mit der Meinung, dass sie nicht glaubten, dass der Erfinder des Produkts im Jahr 1960 böse Absichten hatte. Sie waren auch der Ansicht, dass die „Joika-Debatte“ ein schlechtes Bild der Samen in der Außenwelt zeichnet und den Eindruck vermittelt, die Samen würden nur Lärm und Spektakel um kleine Dinge erzeugen.

Es ist nirgendswo klar und ausführlich erklärt, was "VILTi" bedeutet, aber wir würden annehmen, dass die vier erste Buchstaben "VILT" für das Wildfleisch in den Bällchen stehen (VILT bedeutet auf deutsch WILD). Der letzte "i" können wir nicht erklären.

Auch heute noch ist dieses Produkt unter dem neuen Namen VILTi sehr begehrt und kommt auf den Abendessenstisch vieler norwegischer Familien, da es nicht nur sehr einfach zuzubereiten ist, sondern schmeckt auch sehr gut, auch für Kinder. Den uns einstigen vorliegenden Zahlen nach, mit etwa 1.600 Tonnen jährlichem Verkauf in der Zeit wenn die Dosen 800g Inhalt hatten, entspricht das mit der heutigen 500g-Größe 3.200.000 verkaufte Packungen. Daraus kommt, dass statistisch gesehen isst jeder Einwohner Norwegens jährlich um die 2 Portionen (300-400g) dieses Fertiggerichts. Das hört sich vielleicht nicht nach viel an, aber man muss die große Einwanderung aus weit entfernten Ländern der letzten 10 bis 20 Jahre berücksichtigen. Die meisten diesen Immigranten würde es nicht einfallen, so ein typisch nordisches Produkt zu kaufen. Das heißt, dass die "Ur-Norweger" durchschnittlich also viel mehr als die 2 Portionen essen.

Auf dem zweiten Produktbild (oben) ist das alte Design zu sehen. Bis 2021 war die Verpackung eine 800g Metalldose, heute ist es ein 500g Tetra-Pak.

Zusätzliche Information

Größe

500 g

Marke

Nortura

Ursprungsland

Norwegen

Allergene

Gluten, Laktose, Sellerie